Aus dem Luxemburger Wörterbuch
Boulette, Bullett 2) "bischöfl. Konvikt in Luxemburg"; Abl. Boulettaner M.: "Pennäler, der im Konvikt wohnt"; Zusetz.: Boulettes-/Bulletts- : -alen M.: "Direktor des bischöfl. Konvikts" ; -knuet M.: "dralles Dienstmädchen im bischöflichen Konvikt"; -quatsch M.: "Koadjutor im Konvikt"; -zopp F.: "Konviktssuppe" - dat as klor wéi B. (das ist sonnenklar).
Konvikt M.: "bischöfliches Konvikt in Luxemburg-Stadt" (Internat für Schüler im mittleren Unterricht) - dazu die Abl. Konviktorist M.: 1) "Schüler, der im Konvikt wohnt"; 2) "glasige schwarze Kartoffel" (im Konviktsjargon der Zöglinge).
Konvikts-alen s. Boulettesalen; -britt F. s. Bouletteszopp; -dapp M. s. Konviktorist sub 1; -mauer F.: "Umfassungsmauer des Konvikts" - d'Jongen aus der Bullett (Konvikt) sin iwwer d'K. gaang.; -musek F.: "Musikkapelle der Zöglinge des Konvikts" - 't héiert än näischt Gutts méi, sot d'Fra, du as d'K. laanschtgaangen; -quatsch M. s. Boulettesquatsch; -zopp F. s. Bouletteszopp.
 
 
Zum Ursprung des Namens "Bullett" schreibt Batty Weber in "Fenn Kass", Frankfurt, 1913, S.46: "Buben, die der kleinen Karawane über den Weg liefen, streckten die Zungen heraus und schrien: 'Äh, äh! Bouletten! Bouletten!' Den Spitznamen hatten die Konviktsschüler bekommen, weil die Sage ging, dass sie öfter als ihnen lieb war, mit Fleischklössen gefüttert würden, die auf Französisch und somit auch auf Luxemburgisch Bouletten hiessen."

We get many funny replies concerning the name of our institution: "Convict Episcopal de Luxembourg". Anglo-Saxons often are being astonished about it : No, "Convict" hasn't the same meaning in French as in English. It roughly means "living together" and it is etymologically derived from the Latin "convivere" by contrast to "convincere". The institution is a catholic boarding institute for 12 to 18 year-old boys attending Luxembourg schools. The student's nickname for the institute is "Boulette", that can be translated as "meat loaf". We suppose that the word first has appeared around 1890. Batty Weber, a famous local author, uses it in his story "Fenn Kass" that he published in 1913.

Das Bischöfliche Konvikt in Luxemburg ist ein Internat für Sekundarschüler. Die Jungen werden von ausgebildeten Sozialpädagogen und Erziehern betreut. Das Internat setzt den Schwerpunkt auf die schulische Begleitung, während Freizeit, Unterbringung und Verpflegung gleichermassen an Bedeutung haben.